Kapitel II.9. Publikationsserver

Inhaltsverzeichnis

II.9.1. Benutzung von Publikationsservern
II.9.2. Beispiele zur Benutzung von Publikationsservern
II.9.2.1. OPUS-Metasuche
II.9.2.2. Directory of Open Access Repositories
II.9.3. Nutzen und Validierung von Publikationsservern

Für jeden Wissenschaftler ist es unerlässlich, den aktuellen Forschungsstand seiner Disziplin zu kennen und daher Zugriff auf Publikationen seiner Fachkollegen zu haben. Bis vor kurzem wurden Forschungsarbeiten der „scientific community“ fast ausschließlich über kommerzielle Fachverlage und Wissenschaftsmagazine bekannt gemacht. Zahlreiche Forschungseinrichtungen und Hochschulen betreiben mittlerweile eigene Publikationsserver, auch Dokumentenserver genannt, auf denen Dissertationen und Habilitationsschriften, aber auch Abschlussarbeiten, Forschungsberichte und Monografien frei zugänglich sind. Als Beispiel sei der Server „OPUS Bayern“ (http://www.opus-bayern.dehttp://www.opus-bayern.de (in einem neuen Fenster)) genannt, der die Publikationsserver von acht bayerischen Hochschulen und Bibliotheken beherbergt. Weitere freie Publikationsserver können über das „Directory of Open Access Repositories“ (OpenDOAR) der University of Nottingham (http://www.opendoar.orghttp://www.opendoar.org (in einem neuen Fenster)) ermittelt werden. Die auf den Dokumentenservern publizierten Arbeiten sind aber nicht nur über die interne Suchfunktion auffindbar. In der Regel sorgen Hochschulen und Forschungseinrichtungen dafür, dass ihre Veröffentlichungen auch über den lokalen OPAC oder den zugehörigen Verbundkatalog recherchierbar sind und von dort aus verlinkt werden. Da der Zugriff auf die Server nicht beschränkt ist, kann der Inhalt der Arbeiten zudem von Suchmaschinen erfasst werden.

Analog zu den Meta-Bibliothekskatalogen gibt es auch für Dokumentenserver Meta-Suchdienste, über die mehrere Server gleichzeitig durchsucht werden können. Die OPUS-Metasuche der Universität Stuttgart (http://elib.uni-stuttgart.de/opus/gemeinsame_suche.phphttp://elib.uni-stuttgart.de/opus/gemeinsame_suche.php (in einem neuen Fenster)) erlaubt derzeit die Abfrage von 60 deutschen Publikationsservern. Die Meta-Suche „OASE - Open Access to Scientific Literature“ (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvvk.htmlhttp://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvvk.html (in einem neuen Fenster)) der Universität Karlsruhe basiert auf der Technologie des Karlsruher Virtuellen Katalogs und kann auch einige ausländische Dokumentenserver in die Recherche einbeziehen. Speziell nach Dissertationen kann über den Dienst „TheO - Theses Online“ des „Instituts für wissenschaftliche Information e.V.“ der Universität Osnabrück (http://www.iwi-iuk.org/dienste/TheO/http://www.iwi-iuk.org/dienste/TheO/ (in einem neuen Fenster)) gesucht werden.

„Wer sucht, der findet - oder auch nicht.“PDF-VersionCopyright © 2006 Christoph Bichlmeier