Kapitel II.5. Online-Enzyklopädien

Inhaltsverzeichnis

II.5.1. Benutzung von Online-Enzyklopädien
II.5.2. Beispiele zur Benutzung von Online-Enzyklopädien
II.5.2.1. Wikipedia
II.5.2.2. Encyclopædia Britannica
II.5.3. Nutzen und Validierung von Online-Enzyklopädien
II.5.4. Nutzungsgewohnheiten der befragten Studenten

Zu den Online-Enzyklopädien gehören neben den Online-Ausgaben von renommierten Enzyklopädien wie der Encyclopædia Britannica (http://www.britannica.comhttp://www.britannica.com (in einem neuen Fenster)) oder dem Brockhaus (http://www.brockhaus.dehttp://www.brockhaus.de (in einem neuen Fenster)) auch die „freie“ Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.orghttp://de.wikipedia.org (in einem neuen Fenster)). Erstere bieten über das Internet Zugriff zumeist auf dieselben Daten wie in den gedruckten Fassungen, allerdings sind sie durch eine Suchfunktion schneller auffindbar. Da es sich um kommerzielle Angebote handelt, ist der Zugang zu den Artikeln kostenpflichtig und wird meist als Abonnement monatlich oder in größeren Zeiträumen abgerechnet. Die Britannica bietet zumindest einen Testzugang für eine Woche, bei der allerdings die Angabe einer Kreditkartennummer erforderlich ist. Außerdem ist online die 11. Auflage der Britannica aus dem Jahr 1911 abrufbar (http://encyclopedia.jrank.orghttp://encyclopedia.jrank.org (in einem neuen Fenster)).

Wikipedia verfolgt dagegen ein völlig anderes Konzept. Alle Artikel sind kostenlos zugänglich. Die Erstellung, Erweiterung und Korrektur der Artikel selbst erfolgt über die Mitarbeit unzähliger Freiwilliger. Grundsätzlich kann jedermann selbst mitwirken und neue Artikel schreiben sowie bestehende ergänzen und verbessern, sollten ihm Fehler auffallen. Während die traditionellen Enzyklopädien in der Regel nur in einer Sprache verfügbar sind, gibt es Wikipedia-Ausgaben nicht nur in vielen Sprachen, sondern sogar in einigen Dialekten wie Bairisch und Kunstsprachen wie Esperanto.

Der Begriff „Enzyklopädie“ ist nicht einfach zu umreißen, da im Sprachgebrauch nicht exakt zwischen Enzyklopädie, Lexikon und Wörterbuch unterschieden wird. Den „Universalenzyklopädien“, die möglichst viele Wissensgebiete abdecken wollen, stehen die thematisch beschränkten „Fachenzyklopädien“ gegenüber. Die Einträge können dabei entweder systematisch wie im Falle der „Sachwörterbücher“ oder aber alphabetisch wie bei „Fachwörterbüchern“ geordnet sein. Eine Mischform dieser beiden Ordnungsprinzipien verwendet das „enzyklopädische Wörterbuch“, auch „Realenzyklopädie“ genannt.[44] Charakteristisch für eine Enzykolpädie ist ihr Anspruch, den aktuellen Wissensstand der Menschheit möglichst umfassend und in strukturierter Form darzustellen. Im Unterschied zu Wörterbüchern liefern sie Detailerklärungen, nicht nur Definitionen. Ihre Artikel werden darüber hinaus oft von Experten verfasst.[45]

Im Folgenden soll der Begriff Enzyklopädie all diese Formen abdecken. Wegen ihrer Bedeutung werden insbesondere die Encyclopædia Britannica sowie Wikipedia näher behandelt. Weitere, auch fachspezifische Online-Nachschlagewerke sind über das Datenbank-Infosystem der Universität Regensburg auffindbar.



[44] Vgl. „Enzyklopädie“, Artikel in: Brockhaus - Die Enzyklopädie, Bd. 6, Leipzig 201996, S. 455.

[45] Vgl. „encyclopaedia“, Artikel in: The new encyclopaedia Britannica, Bd. 4, Chicago 151997, S. 487.

„Wer sucht, der findet - oder auch nicht.“PDF-VersionCopyright © 2006 Christoph Bichlmeier